Wien anders wirkt

Zur Ankündigung von Bürgermeister Michael Häupl, “die Gebührenvalorisierung für die Jahre 2015 und 2016 auszusetzen” und durch die Stadt selbst wieder “Gemeindewohnungen” zu bauen, stellt Sebastian Reinfeldt, designierter Pressesprecher von Wien anders fest: “Die Vorschläge gehen in die richtige Richtung: Wien zu einer lebenswerten Stadt für alle zu machen. Zu fragen ist aber, wer Häupl und die SPÖ in den letzten 5 Jahre an der Umsetzung dieser Maßnahmen gehindert hat.”

Reinfeldt ist sich zudem sicher, dass mit “2.000 zusätzlichen Gemeindewohnungen in 5 Jahren alleine den steigenden Mieten kein Einhalt geboten werden kann.”

Wien anders fordert zudem weitere Offensivmaßnahmen im Kampf gegen Armut und die Folgen der Arbeitslosigkeit in Wien. “Ein Nulltarif auf allen Öffis ist machbar, sinnvoll und finanzierbar. Ebenfalls sofort umgesetzt werden kann die Einführung einer Energiegrundsicherung oder aber die Erhöhung der bedarfsorientierten Mindestsicherung. Und wir fordern endlich eine ernsthafte Debatte über ein bedingungsloses Grundeinkommen,” so der Pressesprecher.

2 thoughts on “Wien anders wirkt

  1. wählerIn says:

    und als kleine Feinheit sollte auch bemerkt werden, dass “Gemeinde”wohnungen KEINE “Sozial”wohnungen sind: Wien ist zwar Eigentümer und Vermieter, aber Einkommen(schwachheit) ist kein Kriterium, und Mieten von 120,- (für 20m2) und 300,- (für 40m2) und bis 500,- (Stand 2012, hoffentlich nicht noch teurer geworden?) …

    … entsprechen nicht wirklich dem, was “alte Sozis” …
    — (die aus der Arbeiterbewegung kamen, im Gegensatz zu Parteibuchbanker Vranitzky, Parteibuchamtspersonen Brauner & Wehsely, Parteibuchmanager Klima und Parteibuchbiologe H.) —
    unter “Gemeindewohnung” verstehen, die “damals” in den Jahrzehnten um 1900 die Arbeiterghettos und Slums in Wien verschwinden liess, ohne dass man sich (damals) auf Zwangsräumungen, Deportation und Obdachlosenvertreibung beschränkte.

    eine ECHTE Gemeindewohnung sollte a) keine Warteliste haben, b) die (falls doch) Warteliste in (umgekehrter) Reihenfolge der Einkommen sortieren und c) eigentlich, im Sinne des Gedankens der “Gemeindewohnung”, Quartiere mit 6 bis 10 m2 (mit Bett, Tisch, 2kW Steckdose, Schrank und WC/Duschecke) mit einer Aufsicht/Stockwerk KOSTENLOS zur Verfügung stellen: muss ja keiner müssen, aber sollte jede(r) dort wohnen dürfen, und billiger als Hundertschaften von Polizeihorden, die gleich alle mit “du” anpöbeln, ist das allemal, inklusive der entfallenden Handtaschlraube und Nachbarschaftsgewalt.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *