Es braucht keine falsche k.u.k-Nostalgie in Wien

Wien Anders fordert ein sofortiges Verbot von Fiakerfahrten bei Hitze im 1. Bezirk.
Es herrscht höchste Hitzewarnstufe im Osten Österreichs, bis zu 38°C werden prognostiziert. Die Menschen fliehen in den Schatten oder in die Schwimmbäder und Naturbadegewässer Wiens, während die Fiakerpferde nach wie vor in der brütenden Hitze im Einsatz sind.
Amtstierärzt*innen würden täglich das Wohl der Tiere prüfen, meint die zuständige Tierschutzstadträtin Ullli Sima (SPÖ). Und sie hatte Schattenplätze angekündigt. Eine Nachschau im ersten Bezirk von Sonntag, 9. August, hat allerdings ergeben, dass weiterhin viele Pferde in der prallen Sonne stehen. “Wir fordern das sofortige Verbot von Fiakerfahren bei diesen Temperaturen. Die Tiere durch die aufgeheizte Stadt zu treiben, ist reine Tierquälerei,” so Sebastian Reinfeldt, Spitzenkandidat der Wahl-Allianz Wien Anders im ersten Bezirk. Außerdem will bei dieser Bruthitze sowieso so gut wie niemand mit einer Kutsche chauffiert werden.
Fiakerpferde sind bis zu 14 Stunden bei jedem Wetter, selbst bei der größten Hitze, im Einsatz. Der Trubel einer Innenstadt ist für diese Fluchttiere absolut unzumutbar, wie auch zahlreiche Unfälle zeigen. Wir fordern deshalb eine Auslagerung in ruhigere Parkanlagen, ein sofortiges Verbot des Einsatzes bei großer Hitze, Verbesserungen bei den Haltungsbedingungen und eine schrittweise Reduktion des Fahrbetriebs bis hin zur kompletten Einstellung.
“Das ganze Fiaker-Konzept ist nicht mehr zeitgemäß. Wien ist eine sehenswerte und interessante Stadt. Dafür braucht es keine falsche k.u.k-Nostalgie, für die die Tiere unnötig leiden müssen.”

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