Wien20 – Brigittenau

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Michael Heindl #1: Michael Heindl, 46 (KPÖ)

Kommunist und Kapitalismuskritiker, Mitglied der Stadtleitung KPÖ-Wien, Vater einer Tochter, Druckvorstufentechniker

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Der Zusammenhang von Armut und Arbeitslosigkeit ist uns allen einsichtig. Seit 1975 hat sich die Produktivität unserer Arbeit vervierfacht! Das bedeutet, dass wir nur noch ein Viertel der Zeit benötigen, um ein Produkt herzustellen. Dennoch arbeiten, jene die noch Arbeit haben, durchschnittlich 42 Std. und mehr. Eine Arbeitszeitverkürzung auf 30 Wochenstunden mit Überstundenstopp würde eine Umverteilung der gesellschaftlich notwendigen Arbeit und somit die einzig wirksame Maßnahme zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bedeuten.

Jenni Zach #2: Jenni Zach, 28 (KPÖ)

Weltverbesserin, Aktivistin für das Gute, Mitglied der Stadtleitung KPÖ Wien, Mitglied des Bundesvorstands KPÖ, Mutter von 2 Kinder, Grafikerin

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Es muss in der Politik wieder um Gerechtigkeit und Visionen gehen. Die Menschen und ihr Leben müssen in den Mittelpunkt gerückt werden. Die Herkunft bestimmt noch immer den Bildungsgrad - trotzdem werden die Mittel für Schulen gekürzt. Es braucht einen kostenlosen Kindergartenplatz für alle Kinder ab dem ersten Lebensjahr, die stärkere Förderung von reform- und alternativpädagogischen Projekten und die Gesamtschule

Cevdet Kurt #3: Cevdet Kurt, 46 (KPÖ)

Alleinerzieher einer Tochter, Flüchtlingshelfer

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25 % der Menschen, die in Wien leben und Steuern zahlen, dürfen an Nationalrats- und Gemeinderatswahlen nicht teilnehmen, da sie nicht die österreichische bzw. EU-StaatsbürgerInnenschaft besitzen. Das ist ungerecht - wir fordern deshalb eine ResidenzbürgerInnenschaft, so dass alle Menschen auch mitbestimmen und wählen können. Die undemokratische 5 %-Hürde bei Wahlen muss fallen, damit wirklich jede Stimme gleich viel zählt. Weiters sind die Rechte von Minderheiten auszubauen.

Susanne Kompast #4: Susanne Kompast, 58 (Unabhängig)

Aktivstin für Gerechtigkeit, Frigga-Haug-Fan, Bildende Künstlerin

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Wohnen ist in Wien für viele Menschen nicht mehr leistbar - es braucht mehr sozialen Wohnbau, die transparente Vergabe von Gemeindewohnungen und die Förderung alternativer Wohnformen. Zudem braucht es mehr Transparenz auch in der Politik. Wir wollen, dass die BürgerInnen bei den Budgets auf Gemeinde- und Bezirksebene mitreden können. Wir stehen ein für das Ende der Überwachung und der Vorratsdatenspeicherung

Walter Szevera #5: Walter Szevera, 50 (Unabhängig)

Historiker/Soziologe. Wurde groß und alt in der Brigittenau, Vater einer Tochter, Angestellter

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Öffentliches, kommunales, vergesellschaftetes Eigentum und Dienstleistungen sind auszubauen statt auszugliedern oder zu verkaufen! Der Ausbau und der Nulltarif für öffentliche Verkehrsmittel ist finanzierbar und notwendig. Es braucht die bedingungslose soziale Sicherheit als Grundlage für Teilhabe und würdiges Leben, etwa in Form eines Grundeinkommens oder einer Energiegrundsicherung für alle Haushalte.

Julia Kraus #6: Julia Kraus

Christoph Ulbrich #7: Christoph Ulbrich, 36 (Piratenpartei)

Mitglied im Landesvorstand der Wiener Piratenpartei, Parteifreier Bezirksrat in der Josefstadt, Angestellter

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Es läuft viel falsch in Österreich und in Wien. Irgendwann einmal will ich meinen Enkelkindern sagen können, dass ich meinen Teil dazu beigetragen habe, die Welt – und die Stadt, in der wir leben – soweit mir möglich besser und gerechter zu machen. Begonnen habe ich damit eigentlich schon vor 20 Jahren. Erst als Klassen-, und später als Schulsprecher.

Dass Politik und Verwaltung geradezu zynisch ungerecht sind, habe ich dann mit Anfang 20 als Zivildiener das erste Mal erlebt. Und habe zusammen mit einigen Kollegen Musterverfahren zum Verpflegungsgeld für Zivildiener geführt – schlussendlich haben wir erreicht, dass Zivildiener nun 50 Euro mehr Verpflegungsgeld pro Monat bekommen. Ein paar Jahre später folgte ein weiterer Musterprozess zum Mietrecht in Genossenschaftswohnungen. Auch hier haben wir vorm OGH letztlich Recht bekommen.

Seit 2010 bin ich über die Liste des ehemaligen Bezirksvorstehers Heribert Rahdjian Bezirksrat in der Josefstadt, wo ich mich besonders für Verkehr, Öffentlichen Raum und Transparenz eingesetzt habe.

Besondere Anliegen für Wien sind mir der (soziale) Wohnbau, die Stadtplanung, die soziale Gerechtigkeit und mehr Transparenz in der Verwaltung.

Bei Wien Anders engagiere ich mich, weil ich davon überzeugt bin, dass wir nicht nur eine neue Partei brauchen, sondern auch eine neue Art Politik zu machen. Syriza in Griechenland und Podemos in Spanien haben vorgemacht, wie das gehen kann. Es muss in der Politik wieder mehr um Gerechtigkeit, Visionen und die Menschen gehen. Und weniger nur um „Wirtschaft“ „Effizienz“ und „Sachzwänge“.

Ganz wichtig ist mir, mein Privatleben vom politischen Engagement zu trennen. Deswegen dazu nur ein Satz: Ich bin 36 Jahre alt, Vater einer 3-jährigen Tochter, habe nach dem Germanistik- (abgeschlossen) und Jus-Studium (das nur zu 50%) die letzten 10 Jahre in der Werbebranche gearbeitet und wohne im 2. Bezirk.

Christoph Ulbrich"
Barbara Steiner #8: Barbara Steiner

Severin Brunner #9: Severin Brunner

Melina Klaus #10: Melina Klaus, 47 (KPÖ)

lebt (schon immer) in Wien Leopoldstadt und einer Wochenend-WG im Burgenland, liebt die Nordsee. Stellvertretende Bundesvorsitzende der KPÖ, in der verbleibenden Freizeit Craftista und im Brotberuf Erwachsenenbildnerin in der Flüchtlingsbetreuung der Caritas, Angestellte

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Kandidieren und wahlkämpfen heißt für mich zu widersprechen und das Widersprechen, das existiert, zu stärken. Und dass wir das bei diesem Wahlgang in Wien in einer Allianz aus Parteien, Gruppen und unabhängigen Aktivist*innen tun, macht umso mehr Sinn & Spaß. Ich schätze die Arbeit in Kollektiven, das Suchen nach Verständigung und die Breite unserer Themen. Wir fordern mehr Demokratie und Transparenz und leben diese jeden Tag in unserem vielfältigen und offenen Bündnis.

Politik machen in Wien und in den Bezirken heißt für mich vor allem: Diese Stadt gehört uns allen! – Öffentliches, kommunales, vergesellschaftetes Eigentum und Dienstleistungen ausbauen statt ausgliedern oder verkaufen! Uneingeschränkte gleiche Rechte für alle Menschen, die hier leben statt Integration! Bedingungslose soziale Sicherheit als Grundlage für Teilhabe und würdiges Leben, etwa in Form eines Grundeinkommens oder einer Energiegrundsicherung für alle Haushalte. Wir holen uns unsre Stadt zurück! Von der selbstgefälligen SPÖ und aus den Fängen von Konsum und Verwertung.

Eine andere Wahl ist möglich! Dieses nicht nur Wahl-, sondern auch Lebensmotto entlehne ich einem Zitat von Frigga Haug, deutsche Feministin und Marxistin, das ganz prinzipiell meint, dass du immer so oder auch ganz anders handeln kannst, als du es jetzt tust. Wenn auch oft nicht allein, dann auf jeden Fall im Kollektiv!

Melina Klaus"