Papamonat für alle – Grüne Forderungen und die Realität im grün regierten Wien

 

„Die Erweiterung des Papamonats im öffentlichen Dienst auf gleichgeschlechtliche Paare ist absolut erfreulich“, erklärte gestern die Familiensprecherin der Grünen, Daniela Musiol. Dem können sich fortschrittliche Menschen wohl nur anschließen.

Vollkommen zu Recht kritisiert Musiol die Bundesregierung zugleich dafür, dass der Papamonat derzeit öffentlich Bediensteten vorbehalten ist und für die Freistellung kein Einkommensersatz gewährt wird.

Musiol wörtlich: „Es sollte keinen Unterschied machen, ob ein Mann in der Privatwirtschaft arbeitet oder Beamter ist. Und selbstverständlich braucht es während des Papamonats einen Einkommensersatz, denn welche Familie kann schon auf ein ganzes Monatsgehalt verzichten“.

Ärgerlich, ja WählerInnentäuschung ist, dass Musiol verschweigt, dass auch im blass-roten/zart-grünen Wien ein bezahlter Papa-Monat nicht Realität ist.

Der Wiener Landessprecher der KPÖ, Didi Zach, der auf Platz 2 der Wahlallianz Wien anders kandidiert: „Dass die Väterkarenz vom Arbeitgeber, der Gemeinde Wien, nicht finanziell abgegolten wird, ist nicht nur traurig sondern skandalös. Damit zeigt sich, dass es auch Häupl und Vassilakou mehr um PR-Aktivitäten als um die Schaffung besserer Rahmenbedingungen für erwerbstätige Eltern geht.“

An Daniela Musiol richtet Zach die Aufforderung, ihre grünen Wiener Parteifreunde zu Taten zu veranlassen statt sich in SPÖ-Manier auf die Blockierer in der Bundes-ÖVP, die Bundesregelungen verhindern, auszureden.

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