Der blaue Jubel am 11. Oktober ist verhinderbar!

Auch am 11. Oktober, dem Wiener Wahlabend, werden die Hetzer von der FPÖ jubeln und Strache wird erklären, warum die „Ausgrenzung“ der FPÖ, die eine Selbstausgrenzung ist, beendet werden müsse. Das blaue Fest mit Bierzelt-Atmosphäre kann jedoch verhindert werden.


Entscheidend wird sein, wie jene zehntausenden Wiener und Wienerinnen abstimmen, die sich nach Veränderung sehnen, weil die Resultate der herrschenden Politik immer unerträglicher werden.

Wählen all jene, die für Menschlichkeit eintreten, einmal mehr das angeblich „kleinere Übel SPÖ“, obwohl genau diese SPÖ erst jüngst erklärt hat weiteren Verschärfungen im Asylwesen zuzustimmen?

Lassen sich jene, die weniger SPÖ-Paternalismus wünschen, einmal mehr von einem linken Protest und einem Votum für mehr Transparenz und Demokratie abhalten, weil angeblich ein Bürgermeister Strache droht?

Verzichten Zehntausende einmal mehr auf die Wahl von Ideen und Prinzipien, weil Meinungsforscher und Politik-Gurus sich wieder einmal als Hellseher betätigen und weil Spin-Doktoren und Zeitungsherausgeber wieder einmal erfolgreich alles und jedes ausgemerzt haben, um die Wahl à la Hollywood als „Last-Fight“ zweier Lichtgestalten erscheinen zu lassen?

Wien Anders, die Wahl-Allianz aus KPÖ, Piraten, Echt Grün und Unabhängige, kann den Sprung in den Gemeinderat schaffen – trotz 5-Prozent-Hürde. 4 Prozent bei der EU-Wahl vor einem Jahr zeigen, dass die 5-Prozent-Hürde, mit der Opposition aus dem Rathaus ferngehalten werden soll, überwindbar ist.

Wien Anders kann den Sprung in den Gemeinderat schaffen, weil schon größere Stimmenbewegungen stattgefunden haben – 2005 gelang es der KPÖ mit 6,3 Prozent wieder in den steirischen Landtag einzuziehen. Bei der Wahl zuvor hatte die KPÖ gerade mal 1 Prozent. Die Piraten in Berlin konnten sich innerhalb kurzer Zeit von rund 3 auf 9 Prozent verdreifachen.

Der blaue Jubel am 11. Oktober ist verhinderbar! Allein die Anwesenheit von Juliana Okropiridse bei der Runde der SpitzenkandidatInnen am Wahlabend im ORF (und diesmal könnte der ORF dies nicht mit formalen Argumenten verhindern) würde dem politischen Establishment und Strache und seinem Anhang die Feierlaune gründlich verderben.

Juliana und Wien Anders im Gemeinderat würde hunderttausenden Menschen – nicht nur in Wien, sondern in ganz Österreich – zudem eindrucksvoll zeigen, dass mit den „linken Gutmenschen“, die noch immer Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit auf ihre Fahnen schreiben, auch wahlpolitisch zu rechnen ist.

Didi Zach

 

Foto-Copyright: Manfred Werner