Das tägliche Gedränge in der U6

Wer die U6 benützt wird – ziemlich egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit die Dienste der U6 in Anspruch genommen werden – feststellen, dass das Gedränge groß ist. Weitere Intervallverkürzungen sind aber laut Experten aufgrund technischer Gegebenheiten nicht mehr möglich.

Dabei gab es seinerzeit eine unglaubliche tolle Alternative zur U6 – die Linie 8. Die wurde aber im Oktober 1989 eingestellt. Begründet wurde dies mit wirtschaftlichen Überlegungen sowie dem Standpunkt, dass Straßenbahnlinien „parallel“ zu U-Bahn-Linien nicht notwendig sind.

Dass es auf der Gürtelstrecke vor 1989 über 7 Jahrzehnte hinweg Parallelverkehr gab – da ja auf der Trasse die Stadtbahn verkehrte – interessierte die damaligen Verkehrsexperten und SPÖ-Granden nicht.

Übrigens: In der Bevölkerung wurde die geplante Stilllegung damals nicht einfach hingenommen. 70.000 Unterschriften für eine Volksbefragung wurden gesammelt – die fand dann 1990 sogar statt. Das Resultat: 94% votierten für den Erhalt der Linie 8. Doch da die Wahlbeteiligung nur magere 6 Prozent betragen hatte, wurde die Linie 8 endgültig stillgelegt und im Sommer 1990 wurde die ersten Gleise herausgerissen.

Wien Anders sagt: Es braucht den Ausbau des öffentlichen Verkehrs – Ja zur Wiederinbetriebnahme der Linie 8.

Die Wien Anders Bezirksräte werden dazu auch in der kommenden Sitzung der Bezirksvertretungen in Rudolfsheim-Fünfhaus und Ottakring Anträge einbringen.