Bundespräsidentschaftswahl: Keine Stimme für den Kandidaten der Hetze und des Hasses

Hetze ist, wenn eine Person, eine Gruppe von Personen oder Parteien andere Menschen z.B. aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Bildung, ihrer sozialen Stellung, ihrer sexuellen Orientierung oder ihres religiösen Bekenntnisses diffamiert. Hetze führt zu Hass. Hetze und Hass sind, wie uns Erfahrung und Geschichte zeigen, ein guter Nährboden für Gewalt. Gewalt provoziert weitere Gewalt. Und von der Gewalt zum systematischen Terror, dem immer neue Sündenböcke auf der Schlachtbank dargebracht werden, ist es dann kein weiter Weg mehr.


Wir von Wien Anders haben schon beim 2. Durchgang der Bundespräsidentschaftswahl im Mai erklärt: „Wien Anders ruft zur Wahl von Alexander Van der Bellen auf, obwohl wir davon ausgehen, dass nicht wenige Wähler und Wählerinnen von Wien Anders durchaus gewichtige Differenzen mit Positionen, die Van der Bellen einnimmt, haben. Wir sehen aber bei der Stichwahl keine Alternative zu diesem unserem Aufruf, u.a. weil Hofer für die Politik der rechtsextremen und antisozialen FPÖ steht.“

So sehr wir kritisieren, dass Van der Bellen bis dato keine klare Aussagen zu CETA und TTIP gemacht hat. So sehr wir kritisieren, dass der Reichtum einer kleiner Minderheit in Österreich und Europa von Van der Bellen kaum thematisiert wird. So sehr wir kritisieren, dass Van der Bellen nur viel über die Idee Europa spricht, aber kaum Kritik an der gegenwärtigen EU-Politik übt, die vor allem die Profite der Banken und Konzerne im Auge hat, so sehr sind wir trotzdem der Auffassung, dass der FPÖ-Kandidat unwählbar ist und wir dies auch klar und deutlich kundtun wollen.

Wir von Wien Anders meinen: Es liegt an uns Menschen, ob wir eine Spirale aus Hetze, Hass und Gewalt zur Kenntnis nehmen oder ob wir versuchen, den Kreislauf des Hasses an dieser Stelle zu durchbrechen. Daher werben wir gemeinsam mit vielen anderen Gruppen und Initiativen dafür, dass der Kandidat der Hetze und des Hasses am 4. Dezember keine Mehrheit bekommt.